Die Geschichte des Grasski

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Tschechisches Grasski

Grasski ist eine relativ junge Sportart, bei der in den vergangenen Jahren Tschechien sehr erfolgreich vertreten war. Seit 1991 haben Mitglieder des tschechischen Nationalteams schon 4 Gold-, 7 Silber- und 6 Bronzemedaillen bei den Weltmeisterschaften gewonnen. Das Jugendteam stand diesem in nichts nach und brachte von seinen Meisterschaften 21 Gold-, 15 Silber- und 10 Bronze-medaillen mit nach Hause. Die letzten drei Jahre (2001-2003) waren die erfolgreichsten in der noch jungen Geschichte des tschechischen Grasski. Unser A – Kader bewies, dass er zur absoluten Weltelite gehört. Während Jan Němec der Gesamtsieger im Weltcup der Herren wurde, holte Zuzana Gardavská den gleichen Titel in der Damenwertung und das tschechische Team wurde Zweiter im Classement der Länder. Unser Juniorenteam hat sich ebenfalls enorm verbessert und kämpfte 2002 auf heimischem Grund und Boden, in Nové Město na Moravě, um den Weltmeistertitel. Mitglieder des tschechischen Nationalteams ließen die Serie der Errungenschaften nicht abreißen und schafften es, zum elften Mal in Folge ein Bündel Medaillen zu holen. Dieses großartige Ergebnis war insbesondere das Verdienst von Zuzana Gardavská und Martin Štěpánek. Beide Mitglieder des tschechischen Teams holten Weltmeisterschaftstitel. Zuzana Gardavská zeigte eine perfekte Leistung in allen Disziplinen und wurde mit vier Goldmedaillen mit Abstand die erfolgreichste Teilnehmerin der Juniorenweltmeisterschaft. Martin Štěpánek war ebenfalls sehr erfolgreich und gewann drei Gold- und eine Silbermedaille. Die Bronzemedaille im Riesenslalom von Helena Horáková rundete diese erfolgreiche Leistung ab. Es war nahezu unmöglich, die Ergebnisse des Vorjahres zu wiederholen, und dennoch war es nur eine Frage von einem kleinen bisschen Mehr an Glück. Zuzana Gardavská schaffte es, zwei Goldmedaillen zu holen und Michal Klimeš gewann eine Silber -und eine Bronzemedaille bei den Juniorenweltmeisterschaften in Goldingen, in der Schweiz, 2003. Mitglieder des tschechischen Nationalteams im Grasski werden als Favoriten für die kommende Weltmeisterschaft gehandelt, die von 10. bis 14. September 2003 (?) in Presolana-Bergamo, in Italien, stattfinden wird. Dieses Ereignis soll der Höhepunkt der zweijährigen Vorbereitungs-und Trainingszeit des tschechischen A-Kaders sein. Sie müssen acht Goldmedaillen, die sie bei der letzten Weltmeisterschaft gewonnen haben, verteidigen.

Die Entwicklung des Grasski

Herr Josef Kaiser (Deutschland) entwarf das erste Paar Grasskier im Jahre 1963. 1979 fanden die ersten Weltmeisterschaften statt (Riesenslalom, Spezialslalom und Kombination).

Diese Sportart ist eine der Jüngsten, nicht nur in unserem Land, sondern weltweit. Ihre Geschichte beginnt in den 70er Jahren, als die Firma Drukov Brno ihre ersten Grasskier herstellte, die beim Interski Event in der Hohen Tatra (Slovakei) der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Der erste größere Boom wurde in der Nähe der Stadt Piešťany (Slovakei) verzeichnet, wo während des SNP Cup öffentliche Testfahrten gezeigt wurden. Die Veranstalter wollten eine effektivere Art des Sommertrainings für Alpinskifahrer zeigen.

Der erste offizielle Wettstreit fand 1980 in Piešťany statt. Nach diesen Pionierjahren begann das Grasski, sich auch in anderen Skiorten zu etablieren: in Kálnica bei Nové Mesto nad Váhom und Tišnov in der Nähe der Stadt Brno. Dank des perfekten Organisationstalentes des Skiteams von Kálnica erlangten unsere Grasskifahrer in den darauffolgenden Jahren ihre Positionen auf dem internationalen Parkett. Der erste internationale FIS Wettkampf, der in Tschechien abgehalten wurde, fand 1986 in Kálnica statt. Auch diese organisatorisch und gesellschaftlich sehr gut vorbereitete Veranstaltung war ein Grund dafür, dass nach zehn Jahren der Entwicklung einer neuen Sportart ihre Begründer ihren ersten größeren Erfolg feiern konnten. Grasski wurde von dem zentralen Komitee der tschechoslowakischen Vereinigung für Leibesertüchtigung in Prag in das System des tschechoslowakischen Sportunterrichts aufgenommen.Grasski war gleichzeitig auch in Böhmen und Mähren auf dem Vormarsch, insbesondere in Brno , Tišnov, Ostrava, Vrchlabí und der Bergregion Beskydy. Die ersten offiziellen Nationalen Meisterschaften fanden 1986 in Tišnov statt. Die Entwicklung des Grasski zum Massensport konnte aufgrund des Mangels an spezieller Ausrüstung und Skiern nicht erreicht werden. 1988 tauchten zwei Hersteller von Grasski-Ausrüstung auf dem Markt auf. Es war die Firma Koh-i-noor, ein traditioneller Hersteller von Skiausrüstung unter dem Markennamen Massag, die ihren Sitz in Bílovec hatte und der Zweite war die frühere Agrargenossenschaft in Plumlov.

Beschreibung einzelner Disziplinen

Gemäß dem internationalen Grasskiverband bestehen Wettkämpfe aus drei Hauptdisziplinen.

Die drei Hauptdisziplinen sind: Spezialslalom, Riesenslalom und Super G. Bei den nationalen, supranationalen und weltweiten Meisterschaften werden die oben genannten Disziplinen durch die Kombination ergänzt, in der die Gesamtzeit aus Spezialslalom und Superriesenslalom gezählt werden. Bei den Weltmeisterschaften können weniger traditionelle Disziplinen, wie Parallelslalom Einzel oder Staffel, Sprint Slalom oder Carving um Pojen. Seit 1999 ist die wichtigste Jahresveranstaltung für alle Grasskifahrer der Weltcup, bei dem man während der gesamten Saison Punkte sammelt, die dann am Ende des Welt Cups alle addiert werden. Wettbewerbsteilnehmer sowie Nationalteams mit den meisten Punkten werden dann als Weltcupgesamtsieger geehrt. Der Höhepunkt jeder Saison in einem ungeraden Jahr ist die Weltmeisterschaft. Ausnahme ist die Juniorenweltmeisterschaft, die jedes Jahr stattfindet. In Tschechien gibt es den Czech Cup, eine Reihe von Wettkämpfen, die das ganze Jahr über stattfinden und zu denen die Landesmeisterschaft zählt.

Öffentliche Wettkämpfe werden in einzelnen Skiorten organisiert. Ein Sicherheitshelm und ein Rückenprotektor sind in jeder Disziplin gemäß des Reglements des FIS Pflicht. Die Art und Weise des kraftvollen Fahrens, bei dem sehr häufig ein Skatingschritt oder eine Veränderung der Beinstellung zum Beschleunigen eingesetzt wird ist der Technik des Winteralpin-skifahrens sehr ähnlich. Deshalb werden auch die gleichen Tore/Stangen verwendet. Kippstangen für das Grasski haben nur einen kleinen Unterschied, nämlich dass der Teil der Stange, der in der Erde steckt, ein bisschen kürzer ist.

Grasski Weltmeister uberblick von 1979 bis 2001

Herren Slalom

Jahr Weltmeister / 2. Platz / 3.Platz

* 1979 Vincent Riewe - FRG
* 1981 Richi Christen - SUI
* 1983 Erwin Gansner - SUI
* 1985 Richi Christen - SUI
* 1987 Klaus Spinka - AUT / Uwe Kalliwoda - FRG / Richi Christen - SUI
* 1989 Klaus Spinka - AUT / Rainer Großmann - FRG / Marcus Peschek - AUT
* 1991 Rainer Großmann - GER / Klaus Spinka - AUT / Marcus Peschek - AUT
* 1993 Klaus Spinka - AUT / Richard Höllbacher - AUT / Oscar Bazzi - ITA
* 1995 Richard Höllbacher - AUT / Juri Donini - ITA / Michal Macat - CZE+ Roland Mathys - SUI
* 1997 Christian Balek - AUT / Stefano Sartori - ITA / Richard Höllbacher - AUT
* 1999 Christian Balek - AUT / Jan Nemec - CZE / Stefano Sartori - ITA
* 2001 Jan Nemec - CZE / Stefano Sartori - ITA / Richard Höllbacher – AUT

Herren Riesen Slalom

Jahr Weltmeister / 2. Platz / 3.Platz

* 1979 Vincent Riewe - FRG
* 1981 Erwin Gansner - SUI
* 1983 Marcus Dejori - ITA
* 1985 Rainer Großmann - FRG
* 1987 Erwin Gansner - SUI / Claudio Faccioli - ITA / Marcus Peschek - AUT
* 1989 Marcus Peschek - AUT / Werner Fagerer - AUT / Claudio Faccioli - ITA
* 1991 Rainer Großmann - GER / Kurt Schweinberger - AUT / Werner Fagerer - AUT
* 1993 Rainer Großmann - GER / Erwin Gansner - SUI / Marcus Peschek - AUT
* 1995 Roland Mathys - SUI / Michal Macat - CZE / Christian Balek - AUT
* 1997 Christian Balek - AUT / Stefano Sartori - ITA / Fausto Cerentin - ITA
* 1999 Fausto Cerentin - ITA / Christian Balek - AUT / Jan Nemec - CZE
* 2001 Stefano Sartori - ITA / Jan Nemec - CZE / Christian Ring - GER

Herren Super-G

Jahr Weltmeister / 2. Platz / 3.Platz

* 1987 Erwin Gansner - SUI / Klaus Spinka - AUT / Richi Christen - SUI
* 1989 Oscar Bazzi - ITA / Klaus Spinka - AUT / Werner Fagerer - AUT
* 1991 Rainer Großmann - GER / Werner Fagerer - AUT / Ivan Magni - ITA
* 1993 Rainer Großmann - GER / Marcus Peschek - AUT / Juri Donini - ITA
* 1995 Götz Scheffler - GER / Marcus Peschek - AUT / Hans Eckler - AUT
* 1997 Michal Macat - CZE / Christian Balek - AUT / Fausto Cerentin - ITA
* 1999 Stefano Sartori - ITA / Christian Balek - AUT / Christian Ring - GER
* 2001 Stefano Sartori - ITA / Michal Macat - CZE / Christian Ring - GER

Herren Kombination

Jahr Weltmeister / 2. Platz / 3.Platz

* 1979 Vincent Riewe - FRG
* 1981 Erwin Gansner - SUI
* 1983 Erwin Gansner - SUI
* 1985 Richi Christen - SUI
* 1987 Erwin Gansner - SUI / Klaus Spinka - AUT / Richi Christen - SUI
* 1989 Marcus Peschek - AUT / Rainer Großmann - FRG / Erwin Christen - SUI
* 1991 Rainer Großmann - GER / Marcus Peschek - AUT / Oscar Bazzi - ITA
* 1993 Klaus Spinka - AUT / Götz Scheffler - GER / Thomas Schretzmayer - AUT
* 1995 Richard Höllbacher - AUT / Roland Mathys - SUI / Michal Macat - CZE
* 1997 Christian Balek - AUT / Fausto Cerentin - ITA / Richard Höllbacher - AUT
* 1999 Christian Balek - AUT / Stefano Sartori - ITA / Jan Nemec - CZE
* 2001 Jan Nemec - CZE / Stefano Sartori - ITA / Richard Höllbacher - AUT

Damen Slalom

Jahr Weltmeister / 2. Platz / 3.Platz

* 1979 Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1981 Carole Petitjean - FRA
* 1983 Bettina Dongue - FRG
* 1985 Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1987 Ingrid Hirschhofer - AUT / Gabi Pimper - AUT / Martina Bauknecht - FRG
* 1989 Martina Bauknecht - FRG / Carole Petitjean - FRA / Steffi Schmidt - FRG
* 1991 Katja Krey - GER / Christina Mauri - ITA / Ulrike Kölle - GER
* 1993 Ingrid Hirschhofer - AUT / Claudia Däpp - SUI / Michaela Kaiser - AUT
* 1995 Ingrid Hirschhofer - AUT / Patrizia Mauri - ITA / Sabine Hengelage - GER
* 1997 Paola Bazzi - ITA / Christina Mauri - ITA / Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1999 Paola Bazzi - ITA / Bettina Schweighofer - AUT / Ingrid Hirschhofer - AUT
* 2001 Ingrid Hirschhofer - AUT / Sylva Lipcikova - CZE / Anna-Lena Büdenbender - GER

Damen Riesen Slalom

Jahr Weltmeister / 2. Platz / 3.Platz

* 1979 Brigitte Single - FRG
* 1981 Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1983 Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1985 Claudia Otratowitz - AUT
* 1987 Cinzia Valt - ITA / Ingrid Hirschhofer - AUT / Katja Krey - FRG
* 1989 Katja Krey - FRG / Ingrid Hirschhofer - AUT / Martina Bauknecht - FRG
* 1991 Cristina Mauri - ITA / Katja Krey - FRG / Sandra Pohl - GER
* 1993 Ingrid Hirschhofer - AUT / Erika Bircher - SUI / Cristina Mauri - ITA
* 1995 Cristina Mauri - ITA / Erika Bircher - SUI / Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1997 Paola Bazzi - ITA / Erika Bircher - SUI / Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1999 Paola Bazzi - ITA / Ingrid Hirschhofer - AUT / Cristina Mauri - ITA
* 2001 Sylva Lipcikova - CZE / Paola Bazzi - ITA / Ingrid Hirschhofer - AUT

Damen Super-G

Jahr Weltmeister / 2. Platz / 3.Platz

* 1987 Cinzia Valt - ITA / Agnes Koch - HUN / Sigrid Schweinberger - AUT
* 1989 Ingrid Hirschhofer - / AUT Katja Krey - FRG / Christina Grimalda - ITA
* 1991 Katja Krey - GER / Michaela Kaiser - AUT / Christina Mauri - ITA
* 1993 Ingrid Hirschhofer - AUT / Bettina Schweighofer - AUT / Michaela Kaiser - AUT
* 1995 Paola Bazzi - ITA / Christina Mauri - ITA / Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1997 Paola Bazzi - ITA / Erika Bircher - SUI / Silvia Lipcikova - CZE
* 1999 Paola Bazzi - ITA / Ingrid Hirschhofer - AUT / Silvia Lipcikova - CZE
* 2001 Nicole Portmann - SUI / Paola Bazzi - ITA+Ingrid Hirschhofer - AUT+Silvia Lipcikova - CZE

Damen Kombination

Jahr Weltmeister / 2. Platz / 3.Platz

* 1979 Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1981 Carole Petitjean - FRA
* 1983 Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1985 Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1987 Ingrid Hirschhofer - AUT / Martina Bauknecht - FRG / Katja Krey - GER
* 1989 Martina Bauknecht - FRG / Sigrid Schweinberger - AUT / Katja Krey - GER
* 1991 Katja Krey - GER / Christina Mauri - ITA / Tanja Storz - GER
* 1993 Ingrid Hirschhofer - AUT / Michaela Kaiser - AUT / Claudia Däpp - SUI
* 1995 Ingrid Hirschhofer - AUT / Sabine Hengelage - GER / Alessandra Sartori - ITA
* 1997 Paola Bazzi - ITA / Christina Mauri - ITA / Ingrid Hirschhofer - AUT
* 1999 Paola Bazzi - ITA / Ingrid Hirschhofer - AUT / Christina Mauri - ITA
* 2001 Ingrid Hirschhofer - AUT / Sylva Lipcikova - CZE / Anna-Lena Büdenbender – GER